Levi Wesenhagen wurde am 14. Februar 1991 als Sohn von Manuel Lopes Andrade, einem Bahnpolizeibeamten, und Martha Wesenhagen, Autor und Managing Director von ML Records & Management im niederländischen Rotterdam geboren. Sein Geburtstag am Valentinstag war immer etwas Besonderes. Levi war ein Einzelkind mit getrennt lebenden Eltern. Einen Teil seiner Kindheit verbrachte er bei seiner GroĂźmutter. Als A&R-Manager und Haupternährer der Familie war seine Mutter häufig unterwegs. Levi lernte früh, sich mit sich selbst zu beschäftigen.
Musik spielte immer eine große Rolle in seinem Leben. Liebevoll wurde er von seiner Mutter in die verschiedenen Musikrichtungen wie Jazz, R&B, Hiphop, Klassik, House und andere Spielarten eingeführt. Levi traf in seiner Kindheit so viele Künstler, dass anzunehmen war, dass sich ebenfalls für ein solches Metier entscheiden würde. Doch das Gegenteil war der Fall. Er kündigte an, entweder Tierarzt oder Rechtsanwalt werden zu wollen.
Levis Leben nahm eine drastische Wendung, als er im Jahre 1999 seinen Vater im Alter von 30 Jahren durch einen Autounfall verlor.
Seine Mutter beschloss, Levi auf die American International School of Rotterdam zu schicken. Auf diese Weise konnte er sich darauf konzentrieren, englisch zu lernen und Saxophon zu spielen, und den Verlust zu überwinden. In weniger als drei Monaten sprach Levi fließend Englisch, das er nun wie eine Muttersprache beherrscht. Dem Saxophon konnte er zunächst nichts abgewinnen.
Im Sommer 2001 zogen Levi und seine Mutter auf die spanische Balearen-Insel Mallorca, wo Levi zwei Jahre lang eine British International School besuchte. Auf der bezaubernden Insel entwickelte er eine Leidenschaft für das Gerätetauchen. Im Alter von elf Jahren erwarb er zwei PADI-Tauchscheine. 2003 verflog die Urlaubsstimmung allmählich, und Levi vermisste seine Familie in den Niederlanden mehr und mehr. Da seine Mutter der Insel nicht sofort den Rücken kehren konnte, zog Levi zu seiner Tante und seinem Neffen in einer Kleinstadt in der Nähe von Amsterdam. Seine GroĂźmutter gesellte sich zu ihnen und half, den Haushalt zu führen. Mutter und Sohn konnten erst Anfang 2004 wieder dauerhaft zusammenbleiben und begannen ein neues Leben in Amsterdam.
In den folgenden Jahren interessierte sich Levi besonders für die Musik von Beyoncé, Robin Thicke, Alicia Keys, Usher, Mariah Carey, Justin Timberlake und Luther Vandross. Er begann zu singen – wenn er alleine war. Selbst wenn er Zuhörer nur vermutete, sang er nicht.
Seine Mutter wusste, dass er etwas verborg, ohne jedoch zu ahnen, was.
Im November 2009 wurde Levi von einer Freundin bei X-Factor angemeldet, nachdem sie zufällig gehört hatte, wie er unter der Dusche sang. Sie war überrascht. Nie zuvor hatte sie ihn singen hören, und nie hatte er ein Wort darüber verloren. Levi war überhaupt nicht begeistert. Nach langem Hin und Her entschied er sich schlieĂźlich, vorzusingen. Zur Vorbereitung auf das Casting nahm er seine erste Gesangsstunde bei der Gesangslehrerin Esther Mooijman in Rotterdam.
Sie zeigte sich angenehm überrascht über sein Stimmvolumen und die Stimmlage, erkannte aber sofort, dass etwas nicht stimmte und riet ihm, einen HNO-Arzt aufzusuchen.
Zum ersten Mal in seinem Leben hatte er nun den Mut, vor seiner Mutter zu singen. Es rührte sie zu Tränen. Ihr wurde klar, dass er singen konnte.
Bei X-Factor sang Levi nicht vor: seine Mutter und er fanden, dass er noch nicht so weit sei und seine Stimme erst noch weiter ausgebildet werden müsse. Bei einer Untersuchung wurde ein Polyp an den Stimmbändern gefunden.
Zwei Tage, bevor der Polyp entfernte wurde, nahm Levi „Dance With My Father” von Luther Vandross & Richard Marx auf.